Verletzung von Promi-Friseur durch Bericht in Bild-Zeitung?

von Christopher A. Wolf

Darf die Bild-Zeitung im Rahmen der Pressefreiheit den Arbeitgeber eines verhafteten Angestellten namentlich benennen? Ein Berliner Promi-Friseurs sah sich durch die Wortberichterstattung der Boulevard Zeitung in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und verklagte die Tageszeitung.

Der Unternehmer, der als Friseur von zahlreichen Prominenten Bekanntheit erlangte, betreibt mehrere Friseurgeschäfte an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die Bild-Zeitung hatte in einem redaktionellen Artikel über die Verhaftung eines Angestellten des Promi-Friseurs wegen des Verdachts der versuchten schweren räuberischen Erpressung wie folgt berichtet:

“Filialleiter von U. W. (Name des Klägers) mit “Hells Angels” verhaftet”

Diese identifizierende Berichterstattung hielt der Unternehmer für eine Verletzung seines allgemeinen Persönlichkeitsrechts und verklagte das Boulevard-Blatt. Die ersten zwei Instanzen gaben dem Promi-Friseur Recht, so dass die Bild-Zeitung eine Entscheidung des Revisionsgerichts herbeiführte.

Entscheidung des Gerichts

Mit Urteil vom 13.1.2015 – Az. VI ZR 386/13 – hob der Bundesgerichtshof die vorinstanzlichen Urteile auf und entschied zu Gunsten des Pressevertreters, da die Berichterstattung nicht rechtswidrig sei ...

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