Unzureichende Aufklärung über Wundinfektionsrisiko.

von Nino Herding

Wird ein Patient über Wundinfektionsgefahren nicht hinreichend aufgeklärt, haften das Krankenhaus und der behandelnde Arzt nicht, wenn feststeht, dass der Patient auch bei einer ordnungsgemäßen Aufklärung in den ärztlichen Eingriff eingewilligt hätte.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 09.12.2014 – 26 U 88/13 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall war beim Kläger nach Durchführung einer offenen Nabelhernien-Operation nach Spitzy eine Wundinfektion aufgetreten, die noch zweimal zwecks Sekundärheilung geöffnet werden musste.

Die von dem Kläger gegen Krankenhaus und behandelndem Arzt erhobene und damit begründete Schadensersatz- und Schmerzensgeldklage, dass er über Behandlungsalternativen und das Wundinfektionsrisiko nicht ordnungsgemäß aufgeklärt worden sei, wies der 26. Zivilsenat des OLG Hamm, nach Anhörung eines medizinischen Sachverständigen, ab.

Über Behandlungsalternativen musste der Kläger, wie der Senat ausführte, nicht aufgeklärt werden, weil in seinem Fall die gewählte Behandlungsmethode vorzugswürdig war ...

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