Grundstücksteilung und Zwangsversteigerung

Eine Grundstücksteilung stellt eine gegenüber dem die Zwangsversteigerung bestrangig betreibenden Gläubiger eine gemäß § 23 ZVG relativ unwirksame Verfügung dar1.

Die Teilung oder Vereinigung von Grundstücken ist eine Verfügung im Sinne von § 23 ZVG. Sie ist – wenn der Gläubiger die Verfügung nicht genehmigt – ihm gegenüber unwirksam.

Das Zwangsversteigerungsverfahren ist dann – ungeachtet der Eintragung des neuen Bestands im Grundbuch – so fortzuführen, als wäre die Verfügung nicht erfolgt2.

Die Grundstücksteilung ist daher gegenüber der betreibenden Gläubigerin nicht wirksam geworden. Gegenstand der Zwangsversteigerung blieb das ungeteilte, aus zwei Flurstücken bestehende Grundstück.

Vor diesem Hintergrund lag in dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall – anders als in der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 05.06 ...

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