Die testamentarische Anordnung “wer mir in den letzten Stunden beisteht, übergebe ich “Alles”, ist nicht hinreichend bestimmt und enthält keine wirksame Bestimmung eines Erben durch den Erblasser.

von Julia Zeisler

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat bereits im vergangenen Jahr in einer Sache entschieden, die mal wieder zeigt, dass bei der Abfassung des Testaments nicht zuletzt auch auf die Wortwahl geachtet werden muss.

Der Entscheidung lag ein Fall zu Grunde, bei dem die Erblasserin in ihrem handschriftlichen Testament verfügt hatte: „Wer mir in den letzten Stunden beisteht, übergebe ich „Alles“.

Das Gericht war hier der Auffassung, eine wirksame Erbeinsetzung habe die Erblasserin so nicht vornehmen können. Denn die Formulierung “wer mir in den letzten Stunden beisteht, übergebe ich “Alles”, ist nicht hinreichend bestimmt und enthält keine wirksame Bestimmung eines Erben. Der Verfügende muss selbst den Inhalt aller wesentlichen Teile des letzten Willens bestimmen. Dazu gehört insbesondere die Bestimmung über die Person des Bedachten ...

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