Criminal Compliance

von Mirko Laudon

In­ner­halb kür­zes­ter Zeit hat sich die Cri­mi­nal Com­pli­ance ih­ren Platz als ei­gen­stän­dige straf­recht­li­che Teil­dis­zi­plin er­obert. Ins­be­son­dere die Pro­fes­sio­na­li­tät, mit der sich vor­ran­gig in­ter­na­tio­nale Groß­kanz­leien der Be­ra­tung zur Ver­mei­dung und Be­kämp­fung der Un­ter­neh­mens­kri­mi­na­li­tät wid­men, ist be­acht­lich. Dass der Be­ra­tungs­be­darf in dem Be­reich groß ist, zei­gen nicht zu­letzt die Kor­rup­ti­ons– und Wirt­schafts­straf­pro­zesse in jün­ge­rer Zeit. Mit dem Hand­buch von Rotsch liegt die erste um­fas­sende und systematisch-wissenschaftliche Fun­die­rung für die Pra­xis vor.

Be­stands­auf­nahme zum ak­tu­el­len Stand der Cri­mi­nal Compliance

Das Hand­buch un­ter­glie­dert sich in sechs Teile. Der von Tho­mas Rotsch selbst ver­fasste erste Teil bil­det eine Art Be­stands­auf­nahme: Was ist Cri­mi­nal Com­pli­ance, wie ent­wi­ckelte sich das Rechts­ge­biet und auf wel­chem ak­tu­el­len Stand be­fin­det es sich in der Straf­rechts­wis­sen­schaft heute. Schließ­lich ver­sucht sich der Au­tor an ei­nem (sehr) theo­re­ti­schen Er­klä­rungs­ver­such des Phä­no­mens Cri­mi­nal Com­pli­ance und führt da­für die fünf bis­her ver­tre­te­nen Er­klä­rungs­an­sätze zu­sam­men. Zu­zu­stim­men ist dem Ver­fas­ser si­cher darin, dass es für glo­bal agie­rende Kon­zerne eine schlichte wirt­schaft­li­che Not­wen­dig­keit ist, ihre straf­recht­lich re­le­van­ten Ri­si­ken mög­lichst si­gni­fi­kant zu mi­ni­mie­ren, wenn man Schä­den in Mil­li­ar­den­höhe ver­mei­den will, wie sie ei­nem gro­ßen deut­schen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men in de­ren Kor­rup­ti­ons­af­färe zur Last fie­len. Daran an­schlie­ßend folgt ein ei­ge­nes Ka­pi­tel zu den Grund­fra­gen der Cri­mi­nal Compliance ...

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