“Aber der hat den doch umgebracht!” – Mord und Totschlag

von Alexandra Braun
Mord und Totschlag – Reformbedarf

Am Wochenende war ich – wie viele Kollegen auch – auf dem 39. Strafverteidigertag in Lübeck. Interessant war nicht alles, auch wenn ich mit meiner Arbeitsgemeinschaft “Rollenverhalten in der Hauptverhandlung” sehr zufrieden war. Im Gegensatz zu den anderen Arbeitsgemeinschaften sind wir rumgelaufen, haben gebrüllt und geflüstert, uns ans Knie gefasst und sind die Luft gesprungen. Wer jetzt nörgelt, der hat mag meckern. Es geht hier um ein anderes Thema:

Bei dem Abschlussvortrag ging es um die Reform der Tötungsdelikte, der Kollege Nebgen hat dazu schon etwas geschrieben. Die Referenten waren sich einig, dass eine Reform erfolgen muss. Über Kleinigkeiten kann man sich trefflich streiten. Die Stellungnahme der Strafverteidigervereinigungen zu der Reform der Tötungsdelikte finden interessierte Blogleser hier.

Interessant fand ich, was der Vorsitzende einer Schwurgerichtskammer zu dem Mordparagrafen und der lebenslangen Freiheitsstrafe sagte. Sinngemäß meinte er, dass Richter allerlei Anstrengungen unternähmen, wenn ihnen die Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe unangemessen erschiene. Ziel ist dann also gegebenenfalls, doch nur zu einem Totschlag und nicht zu einem Mord zu kommen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK