E-Mail zur Bestätigung eines Kundenkontos kann Werbung darstellen

Ein Beitrag von anwalt.de E-Mail zur Bestätigung eines Kundenkontos kann Werbung darstellen In der heutigen Zeit findet auch die geschäftliche Kommunikation hauptsächlich über E-Mails statt. So ist es umso ärgerlicher, wenn sich im geschäftlichen E-Mail-Postfach Werbemails befinden, welche erst mühsam gesichtet und aussortiert werden müssen. Double-Opt-In-Verfahren zum Schutz

Um diese E-Mail-Flut einzudämmen, wurde das sog. Double-Opt-In-Verfahren entwickelt. Das bedeutet, dass ein Kunde, der beispielsweise ein Kundenkonto eröffnet oder einen Newsletter bestellt, auf seine auf dieser Website angegebene E-Mail-Adresse eine E-Mail mit einem Link erhält. Sobald er diesen Link anklickt, gilt seine Zustimmung als erteilt. Dass eine solche E-Mail aber auch unerwünschte Werbung darstellen kann, stellten die Richter am Amtsgericht (AG) Pankow-Weißensee in einem aktuellen Urteil fest.

E-Mail zur Bestätigung einer Kundenkontoeröffnung

Der Kläger erhielt auf seine geschäftlich genutzte E-Mail-Adresse eine Mail mit dem Inhalt, dass mit dieser E-Mail bestätigt wird, dass ein Kundenkonto für ihn angelegt worden sei. Da dies aber nicht der Fall war, forderte der Kläger das betreffende Unternehmen auf, eine vom Anwalt des Klägers vorformulierte strafbewehrte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung zu unterzeichnen. Diese Erklärung wurde jedoch nicht unterzeichnet, es wurde dem Kläger lediglich eine selbst formulierte Unterlassungserklärung zugeschickt. Mit dieser Erklärung war der Kläger jedoch nicht einverstanden und zog vor Gericht.

Sicht des Empfängers ausschlaggebend

Das AG stellte in seinem Urteil fest, dass es sich bei dieser E-Mail um eine unverlangt zugesandte und damit unerlaubte Werbung handelte ...

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