Flagge zeigen! {Wo käme man sonst ausgerechnet in einem Freistaat hin….}

von Liz Collet

In Zeiten von EMs und WMs flattern sie an jedem Balkon, Schrebergarten und als Wimpel an Autos und Autocorsi – die schwarzrotgoldenen und je nach gewinnenden Fussballnationen auch andere Nationalfähnchen. Schwarzrotgold und buntgemischt auch eben all jene, deren Mannschaften sich einig in der Freude an Sommermärchen und märchenhaften Spielen rund um das runde Leder gemeinsam freuten. Nicht Monotonie, sondern bunte Vielfalt zeigten die Fähnchen Einheit in der Freude an Spiel und Miteinander auch beim Gegeneinander von Wettbewerb und Konkurrenz.

Und hie und da und hier und dort finden sich auch unter’m Jahr und über’s Jahr und Jahr und Tag Fähnchen als Zeichen jeweiliger heimatlicher Verbundenheit an Fenstern, auf Balkonen oder an Fahnenmasten über Schrebergarterln und anderen Gärten.

Eine amerikanische war vor einer Reihe von Jahren über einem Garten eines Hauses eines jungen Paares gehisst, deren Tochter in Tennesssee während eines dortigen Besuchs der Eltern der jungen Frau zur Welt gekommen war.

“Und wenn’s alle um uns rum hier am Tegernsee z’reisst, weil wir hier diese Fahne hissen – die bleibt hängen!” sagten mir die frischgebackenen Eltern am Telefon, bis in die Haarspitzen glücklich über den Nachwuchs und in ihrer Verbundenheit zwischen Tegernsee und Tennessee.

Es ist manchen Menschen ein Bedürfnis, Flagge zu zeigen. Und sie zu hissen.

Im Freistaat herrschen erfreulicherweise viele Freiheiten, die anderen revolutionär gelten.

Das hat ein bisserl was mit der bajuwarischen Seele und ihrem Naturell zu tun, sich allenfalls vom Berg und selbst von diesem nicht ewig bezwingen lassen zu wollen, sondern auch diesem ein Kreuz aufzusetzen, unter dem anderen vorgeblich leidend gerichtlich zu Felde ziehen, wenn es an Stellen hängt, wo es sie stört. In Schulklassen. Gerichten selbst gar ...

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