Physiotherapeut darf einen Patienten mobilisieren, aber nicht manipulieren.

von Nino Herding

Ein Physiotherapeut darf einen Patienten mit Verspannungen im Bereich des Nackens und des Rückens mobilisieren.
Eine Manipulation, das sog. Einrenken, ist einem Arzt vorbehalten.

Lässt sich (im Streitfall) nicht feststellen, dass eine physiotherapeutische Behandlung

  • bereits eine unzulässige Manipulation und
  • keine zulässige Mobilisation mehr war,

geht dies zu Lasten des für die Fehlbehandlung beweispflichtigen Patienten.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 19.12.2014 – 26 U 44/14 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte der unter Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich leidende Kläger

  • die ärztlich verordneten physiotherapeutischen Behandlungen in der Praxis der beklagten Physiotherapeutin durchführen lassen und
  • nach der vierten Behandlung linksseitige Lähmungserscheinungen verspürt, die auf einem Hirninfarkt beruhten, weil es zu einer Dissektion (Gefäßwandverletzung) der Arterie vertebralis (Wirbelaterie) gekommen war ...
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