“Kinder, Kerl und Karriere – können wir Frauen das alles schaffen?”

von Liz Collet

Es heisst, innerhalb von zehn Jahren sei die Rate von Müttern mit Burn-Out-Syndrom um ein Drittel gestiegen.

Acht von zehn Frauen sollen sich immer wieder überfordert fühlen vom Spagat zwischen Job und Familienmanagement.

Frage man Eltern, was sie sich am meisten für ihre Familie wünschten, sei die Antwort stets “mehr Zeit”.

Hätte man unsere Grossmütter gefragt, wie sie (zumal in wirklichen Notzeiten) unter einen Hut brachten, als nicht selten kriegs- und nachkriegsbedingt, Arbeit (ohne soziale Regelungen heutiger Zeit), Kinder und Haushalt (mit weniger obsoleszenzgefährdeten Haushaltsgeräten, weil eben nicht durchtechnisiert) unter einen Hut brachten und dabei nicht im lowprize-Shop Wegwerfklamotten zum Wegwerfpreis aus Billigproduktionsländern kauften, sondern solche selbst nähten, strickten und häkelten, sie hätten vielleicht geantwortet:

Wir machten es halt einfach, es hat uns keiner gefragt, wie.

Und wenn ich während meiner Referendarzeit und danach gefragt wurde, wie ich das mit Kind, Referendarausbildung und zwei Jobs nebenher machte und selbstverständlich auch nach Nächten mit fieberndem Kind heiter gelaunt auf dem Posten, dann gab ich dieselbe Antwort: “Ich mach es eben – ganz einfach.” Nicht weil es “leicht” gewesen wäre. Sondern weil man sich schlicht und einfach eben der Aufgabe stellt und sie löst. Und seine Prioritäten und Zeit neu einteilt.

Nur – jeder ist anders und keiner Maßstab für andere ...

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