Greenpeace Energy klagt gegen britische Atombeihilfen

von Dr. Peter Nagel

(LEXEGESE) - Der deutsche Ökostromanbieter Greenpeace Energy will nach eigenen Angaben gegen die Europäische Kommission klagen, weil diese Beihilfen für den Bau des britischen AKW Hinkley Point C genehmigt hat. Sobald die Beihilfegenehmigung der Kommission im offiziellen EU-Amtsblatt erschienen ist und damit die Klagefrist beginnt, werde Greenpeace Energy eine Nichtigkeitsklage beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg einreichen. Greenpeace Energy sieht in der Beihilferegelung für Hinkley Point C einen Präzedenzfall für andere Reaktorprojekte, die zu noch stärkeren Verwerfungen auf dem europäischen Energiemarkt führen dürften.


Hintergrund


Die von der EU-Kommission im vergangenen Oktober genehmigten Staatsbeihilfen für den Bau der zwei Druckwasserreaktoren im Südwesten Englands belaufen sich auf umgerechnet rund 22 Milliarden Euro. Sie beinhalten unter anderem eine garantierte Einspeisevergütung in Höhe von rund elf Cent pro Kilowattstunde für den in Hinkley Point C produzierten Atomstrom. Hinzu kommen staatliche Kreditgarantien sowie ein Inflationsausgleich. Die daraus resultierende Vergütung liegt weit über der für Wind- oder Solarstrom in Deutschland ...

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