Wenn Fußball-Vertragsamateure sich während eines Spiels für ihren Verein verletzen.

von Matthias A. Jelenewski

Fußball-Vertragsamateure können als Beschäftigte anzusehen sein und daher Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung (Siebtes Buch Sozialgesetzbuch - SGB VII) genießen.

Das hat das Sozialgericht (SG) Leipzig am 07.07.2014 – S 23 U 20/11 – in einem Fall entschieden, in dem ein Sportverein, für den der Kläger als Fußball-Vertragsamateur in der fünfthöchsten Spielklasse spielte,

  • sich gegenüber diesem vertraglich zur Zahlung einer "Aufwandsentschädigung" in Höhe von 800,00 € monatlich sowie von Siegprämien nach Maßgabe einer Prämienvereinbarung verpflichtet hatte, wobei der Mindestbetrag der monatlichen Aufwandsentschädigung inklusive eventueller Siegprämien 1.100,00 € betragen sollte und
  • diese Aufwandsentschädigung von dem Verein anfangs regelmäßig, später aber nur noch unregelmäßig und zuletzt in dem Monat, in dem der Kläger sich während eines Fußballspiels für den Verein eine Verletzung des linken Sprunggelenks zugezogen hatte, nur noch in einer Höhe von 40,00 € geleistet worden war.

Das SG Leipzig entschied, dass hier,

  • entgegen der Auffassung der Berufsgenossenschaft, von der die Anerkennung eines Arbeitsunfalls mit der Begründung abgelehnt worden war, im Verletzungsmonat sei lediglich eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 40,00 € gezahlt worden, die nicht als Arbeitsentgelt begriffen werden könne,

ein den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung begründendes Beschäftigungsverhältnis (§ 7 Abs. 1 Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV)) vorliegt ...

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