StMGP: Huml verbessert Versorgung für drogenabhängige ältere Menschen – Bayerisches Gesundheitsministerium fördert Modellprojekt “Netzwerk 40+” mit 224.000 Euro

5. März 2015

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml baut die Versorgung für drogenabhängige ältere Menschen weiter aus. Huml betonte am Donnerstag anlässlich eines Besuchs des Suchtbehandlungszentrums Laufer Mühle in Adelsdorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt):

“Menschen, die langjährig von illegalen Drogen abhängig sind, sterben schneller. Sie haben eine um circa 10 bis 15 Jahre verringerte Lebenserwartung. Oft leben sie zudem am Rande unserer Gesellschaft. Um ihnen eine bessere Teilhabe an den Versorgungsangeboten unseres Gesundheitssystems zu ermöglichen, benötigen sie ganz spezifische Hilfsangebote.” Die Ministerin fügte hinzu: “Hier setzt unser Modellprojekt ‘Netzwerk 40+‘ an: Ziel ist es, bereits bestehende Strukturen und Angebote der Suchthilfe in Bayern an die besonderen Bedürfnisse dieser Menschen mit einer langjährigen Abhängigkeit von illegalen Drogen anzupassen.”

Schätzungen zufolge leben in Bayern bis zu 10.000 Menschen, die zu dieser Zielgruppe gehören.

Mit dem Modellprojekt “Netzwerk 40+”, das vom Bayerischen Gesundheitsministerium mit rund 224.000 Euro unterstützt wird, sollen altersangepasste Angebote für drogenabhängige Menschen ab 40 Jahren bereitgestellt werden. Das Projekt unter Federführung des bayerischen Paritätischen Wohlfahrtsverbands ist Anfang März gestartet und hat eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren. Träger sind der Verein Condrobs e.V. aus München, mudra – Alternative Jugend- und Drogenhilfe e.V. aus Nürnberg sowie die Drogenhilfe Schwaben aus Augsburg.

Huml unterstrich: “Suchtprobleme bei älteren Menschen bleiben viel zu oft verborgen oder werden von den Angehörigen hingenommen. Dies gilt vor allem auch für den Alkohol- und Medikamentenmissbrauch älterer Menschen. Die Betroffenen finden therapeutisch oft nicht genügend Beachtung ...Zum vollständigen Artikel

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