Alles nur kalte Berechnung? Klimawandel beim größten Einzelhändler der Welt

Der größte private Arbeitgeber der Welt beschäftigt ein Heer von 2,2 Millionen Arbeitnehmern. Die Rede ist von Walmart. 2013 lag der globale Umsatz des US-Unternehmens bei fast einer halben Billion US-Dollar. Auch der Gewinn lässt sich sehen: 16 Milliarden pro Jahr, Wahnsinn. Die Familie Walton, denen mehr als die Hälfte von Walmart gehört, besitzt ein geschätztes Privatvermögen von rund 152 Milliarden US-Dollar. Das ist unvorstellbar viel – unvorstellbar wenig verdienen dagegen die Walmart-Beschäftigten. So wenig, dass viele Beschäftigte auf zusätzliche Lebensmittelmarken sowie das Gesundheitsfürsorgeprogramm Medicaid angewiesen sind. Streiks um höhere Löhne sind an der Tagesordnung. Das Unternehmen geht ruppig mit seinen Leuten um. Angestellte, die eine Gewerkschaft gründen wollten, wurden von Walmart bedroht. Das scheint normal zu sein.

Aber nicht nur deshalb steht das Unternehmen in einem schlechten Licht. Die Liste der “Kritik” im Eintrag bei Wikipedia ist beachtlich. Schon 2007 schrieb die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch: “Die gnadenlose Ausbeutung des schwachen Arbeitrechts in den USA durch das Unternehmen Walmart vereitelt die Gründung von Gewerkschaften und verletzt die Rechte seiner amerikanischen Arbeiter.”

Und nun das hier: Ab April erhalten eine halbe Million Walmart-Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung. Der gesetzliche Mindestlohn liegt in den USA bei 7,25 Dollar. Walmart wird dann 9 Dollar bezahlen , also deutlich mehr. Wobei das nur das Einstiegsgehalt ist. Vollzeitkräfte werden 13 US-Dollar verdienen. Diese Erhöhung kostet Walmart 1 Milliarde Dollar im Jahr ...

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