Windenergie in Bürgerhand: Von der Flächensicherung zur Projektentwicklung

von Dr. Peter Nagel

(EnergieAgentur.NRW) - Ein Bürgerwindpark ist ein großes Gemeinschaftsprojekt. Haben sich Akteure und Kooperationspartner gefunden, gilt es frühzeitig die notwendigen Flächen zu sichern. Bürgerenergievorhaben treten in Konkurrenz zu anderen, mitunter deutlich kapitalstärkeren und erfahreneren Wettbewerben. Wie gelingt es, die notwendigen Flächen fair zu sichern? Welche Strategien sorgen für den nötigen Aufwind? Teil zwei unserer Serie über den Weg zum Bürgerwindpark.


Bürgerwindparks, die genossenschaftlich organisiert sind, machen aus Bürgern Unternehmer mit einer demokratischen, partizipativen und ökologischen Zielsetzung. Energiegenossenschaften liegen im Trend: Ihre Zahl ist im vergangenen Jahr um 142 auf knapp 900 gestiegen. Die meisten erzeugen Strom aus Sonnenenergie und Biomasse. Nur ein kleiner Teil investiert in die Windenergienutzung. Grund dafür sind lange Planungszeiten und hohe Investitionskosten. „Solche großen Infrastrukturprojekte erweisen sich aufgrund ihrer Dimension für Bürgergruppen als ambitioniert“, meint Burghard Flieger, Vorstand der innova-Genossenschaft, die Gründungsberatung und Weiterbildungsseminare anbietet. Außerdem konkurrieren finanzstarke Investoren und Projektentwickler um die besten Anlagenstandorte. „Investoren sichern sich mit unredlichen Versprechen ausgewiesene Flächen ...

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