Restwertbörse – ich verstehe das nicht

von RA Schepers

Je höher der Restwert eines Autos nach dem Unfall ist, desto weniger muß die Versicherung zahlen – zumindest bei Totalschaden, teilweise auch bei einem Reparaturschaden und fiktiver Abrechnung.

Das verstehe ich.

Den Restwert ermittelt ein – hoffentlich vom Geschädigten – beauftragter Gutachter. Auf dessen Zahlen darf sich der Geschädigte grundsätzlich verlassen. Die Versicherung ist dann bemüht, einen Händler zu finden, der für das verunfallte Auto ein möglichst hohes Restwertgebot abgibt. Dabei ist völlig egal, ob das Auto wirklich verkauft wird.

Das verstehe ich.

Hier kommt die Restwertbörse ins Spiel. Das sind Internetbörsen, in denen die beschädigten Autos vorgestellt werden, und registrierte Händler können dann für diese Autos Gebote abgeben.

Ich dachte zumindest, daß das so abläuft.

In meinem Fall stellt der Sachverständige das Auto in die Restwertbörse ein und erhält ein (Höchst-) Gebot von 160,- €. Dieses Höchstgebot nimmt er als Restwert in sein Gutachten auf. Ich mache die Ansprüche bei der Versicherung geltend.

Kurze Zeit später erhalte von der Versicherung die Antwort, es gebe jemanden, der ein höheres Gebot für das kaputte Auto abgegeben hat: 320,- €. Ich schaue mir das Angebot an, vergleiche es mit den Angaben im Gutachten und stelle fest:

Derselbe Händler bietet für das kaputte Auto erst 160,- €, ein paar Tage später dann 320,- €.

Ich verstehe das nicht ...

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