Penell GmbH: Haften Banken für Anlegerschäden?

Hatten Anleger überhaupt eine Chance, die in dem Wertpapierprospekt vorgesehenen Sicherheiten für ihr Anleihegeld zu erhalten? An erster Stelle sollten die Anleihegläubiger stehen, nachdem die Volksbank Modau eG die Freigabe erklärte. Aber da gab es noch ein weiteres, leider unüberwindliches Hindernis. Welche Forderungen Anleger deshalb stellen können, haben die Anwälte von GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE analysiert.

Geldanlage ohne Risiko! So hätte die Überschrift bei der Geldanlage in Penell-Teilschuldverschreibungen lauten können; jedenfalls, wenn man dem Prospekt glauben mochte. Nach dem Konzept sollte ausreichend Lagerbestand an Kupfer über den Sicherheitentreuhänder MSW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatergesellschaft (MSW) für die Sicherheit der Kapitalanleger sorgen.

Vertrauen war der Anfang vom Ende

In ihrer Rolle als Sicherheitentreuhänder verließ sich MSW anscheinend von Anfang an auf die Angaben, die ihr gegeben worden sind. Danach sollte der Bestand an Kupfer, der für die Anleger als Zugriffsressource zur Verfügung stand, in jedem Falle deutlich ausreichend sein, um im Krisenfall vollkommenen Schutz zu bieten. Dieses Sicherheitsnetz für die Penell-Anleihe hatte allerdings - wie sich inzwischen herausstellte - große Löcher. Das zur Verfügung gestellte Zahlenmaterial war falsch und auch Vereinbarungen, die die Anleger ins Leere laufen lassen scheinen, gaukelten eine Fata Morgana des Schutzes vor.

Wie sich inzwischen auf Grund aktueller Prüfungen ergab, wichen die IST-Bestände sehr deutlich zu Lasten der Anleger von den gebuchten Beständen ab (PenellGmbH: Anleihegläubiger entsetzt - Sicherheitenloch in Millionenhöhe). Auch stellte sich der Verdacht, dass an anderen Stellen des Zahlenwerks getrickst wurde ...

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