Fußball-Vertragsamateure können als Beschäftigte anzusehen sein

Sozialgericht Leipzig, Gerichtsbescheid vom 07.07.2014 - S 23 U 20/11 Fußball-Vertragsamateure können als Beschäftigte anzusehen sein Eine hierfür erforderliche weisungsgebundene Eingliederung des Sportlers liege dann vor, wenn er sich gegenüber seinem Sportverein zur Erbringung sportlicher Tätigkeiten nach Weisung des Vereins, typischerweise gegen Zahlung eines Arbeitsentgelts verpflichte. Der Sachverhalt

Der Kläger war in der Saison 2004/2005 als Fußball-Vertragsamateur für einen Sportverein tätig, dessen erste Mannschaft in der seinerzeit fünfthöchsten Spielklasse antrat. Der Verein hatte sich gegenüber dem Spieler vertraglich zur Zahlung einer "Aufwandsentschädigung" in Höhe von 800,00 € monatlich verpflichtet.

Zusätzlich sollten Siegprämien nach Maßgabe einer Prämienvereinbarung gewährt werden, wobei der Mindestbetrag der monatlichen Aufwandsentschädigung inklusive eventueller Siegprämien 1.100,00 € betragen sollte. Die Zahlungen des Vereins waren unregelmäßig und beliefen sich für den April 2005 nur noch auf 40,00 €. Ab April 2005 erhielt der Kläger durch einen Dritten jedoch Zahlungen in Höhe von knapp 1.100,00 € im Monat, wobei ein Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis zu dem Verein unklar blieb.

Anerkennung eines Arbeitsunfalls

Am 30. April 2005 zog sich der Kläger während eines Fußballspiels für den Verein eine Verletzung des linken Sprunggelenks zu. Auf die einige Jahre später erstattete Unfallmeldung hin lehnte die Berufsgenossenschaft die Anerkennung eines Arbeitsunfalls mit der Begründung ab, dass für den Monat April 2005 lediglich eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 40,00 € gezahlt worden sei, die nicht als Arbeitsentgelt begriffen werden könne ...

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