Die besonders sorgfältige Darlegung bei Inobhutnahmen

von Michael Langhans

Gestern einen neuen Fall hereinbekommen. Sorgerechtsentzug. Die Begründung liest sich wie ein schlechter Krimi:

Der allein sorgeberechtigten Mutter für … waren die aus der Entscheidung ersichtlichen Teilbereiche der elterlichen Sorge zur Abwendung der bestehenden Gefahr für das Kind zu entziehen, §§1666, 1666a BGB.
Das Wohl des Kindes ist zur Überzeugung des Gerichts gefährdet. Es besteht die begründete Besorgnis, dass bei Nichteingreifen das Kindswohl beeinträchtigt wird.

Nach dem vorliegenden Sachverhalt besteht eine gegenwärtige, in einem solchen Maß vorhandene Gefahr, dass sich ohne Maßnahmen des Familiengerichts bei einer weiteren aktuellen Entwicklung eine erhebliche Schädigung des Kindes mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt.

Die Mutter ist zur Überzeugung des Gerichts nicht in der Lage, die bestehende Gefahr für das Kindswohl abzuwenden.
Die Mutter hat im Termin vom … auch zum Ausdruck gebracht, dass das Kind im Kinderheit gut aufgehoben ist und eine Herausgabe nicht verlangt wird.

Weniger einschneidende Maßnahmen waren nicht geeignet, die Gefahr für das Kind abzuwenden.

Auf den Bericht des Jugendamtes vom … und die überzeugenden Ausführungen im Gutachten … wird Bezug genommen.

Unter Berücksichtigung der tatsächlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten sowie der berechtigten Interessen der Beteiligten entspricht diese Entscheidung dem Wohl des Kindes am besten, §1697a BGB.

Die Anordnung der Ergänzungspflegschaft beruht auf §§1697, 1909 BGB.
Die Kostenentscheidung beruht auf §§94 III KostO, 13a FGG.

Königsfrage: Welche Kindswohlgefährdung liegt vor? Können Sie nicht sagen? Ich auch nicht ...

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