Das Bundesgericht als Strafverteidiger

Das Bundesgericht als Strafverteidiger

Das Bundesgericht verweigert einem (ehemals notwendig amtlich verteidigten) Beschuldigten die amtliche Verteidigung, der mit seiner Laienbeschwerde nicht darlegen konnte, welche Beweisvorkehren an der Hauptverhandlung wiederholt oder neu angeordnet werden müssten. Das hätte natürlich eher für eine amtliche Verteidigung gesprochen.

Das Bundesgericht musste somit nachlegen, indem es festgestellt hat, dass solche Beweisvorkehren auch nicht ersichtlich seien (BGer 1B_313/2014 vom 04.02.2015). Dabei verkennt es m.E., dass es kaum in der Lage sein dürfte zu beurteilen, ob und welche Beweisanträge eine wirksame Verteidigung im konkreten Fall stellen müsste. Es kann jedenfalls nicht Aufgabe des Bundesgerichts sein, wie ein Verteidiger nach möglichen oder notwendigen Beweisanträgen zu forschen, was ein Verteidiger im Übrigen mit seinem Mandanten einlässlich besprechen müsste.

Weder droht dem Beschwerdeführer eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr oder eine freiheitsentziehende Massnahme, noch befindet er sich in strafprozessualer Haft. Wie die Vorinstanz zutreffend (…) erwogen hat, führt der blosse Umstand, dass er vor seiner Haftentlassung mehr als 10 Tage Untersuchungshaft absolviert habe, für sich alleine nicht zur Fortdauer der notwendigen amtlichen Verteidigung. Dass das Obergericht die allgemeinen Voraussetzungen der amtlichen Verteidigung (Art ...Zum vollständigen Artikel


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