Schadensersatz für geleistete Arbeit wegen "Verluts von Lebenszeit"?

von Christian Rolfs

Die Klägerin macht Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen des "Verlusts von Lebenszeit" geltend. Die Beklagte habe sie zu Arbeiten herangezogen, mit denen sie unter Verstoß gegen das ArbZG und das Ladenschlussrecht die höchstzulässige Arbeitszeit überschritten habe. Zwar habe die Beklagte die geleisteten Arbeitsstunden - unstreitig - korrekt bezahlt. Trotzdem stehe ihr ein Schadensersatzanspruch in Höhe von mindestens 10.000 Euro zu.

Das LAG Saarland hat - wie schon die Vorinstanz - die Klage abgewiesen. Es konnte sich schon nicht davon überzeugen, dass die Beklagte überhaupt gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen habe. Vielmehr sei die Beschäftigung der Klägerin über die nach dem ArbZG und anderen gesetzlichen Vorschriften zulässige Höchstarbeitszeit nicht hinausgegangen. Selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, bestünde der geltend gemachte Anspruch jedoch nicht:

Auch wenn man vom Ersatz immaterieller Schäden über § 253 Abs. 1 und 2 BGB ausgehen wollte, wäre es Sache der Klägerin gewesen, nachvollziehbare Anhaltspunkte für bei ihr entstandene Schäden zu liefern. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Klägerin eigenem Bekunden zufolge jede von ihr tatsächlich abgeleistete Arbeitsstunden auch vergütet erhalten hat ...Zum vollständigen Artikel


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