Müssen Reiseveranstalter eine Widerrufsbelehrung vorhalten?

von RAin Lachenmann

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, ob Reiseveranstalter, die im Internet Angebote an Verbraucher richten, auch ein Widerrufsrecht vorhalten müssen und über welche Informationspflichten sie belehren müssen.

Die klare Antwort: „Es kommt darauf an“

Zunächst ist der Begriff „Reiseveranstalter“ zu definieren. Reiseveranstalter ist, wer eigene Leistungen sowie Leistungen Dritter (z. B. Hotel, Mietwagen) zu touristischen Angeboten zusammen fasst.

Es besteht dabei die Frage, ob Reiseveranstalter anderen rechtlichen Bedingungen unterliegen als Unternehmer, die nur eine einzelne Leistung anbieten, z. B. eine Mietwagenfirma.

Reiseveranstalter, die eine Pauschalreise anbieten, müssen seit dem Inkrafttreten der Verbraucherrechterichtlinie am 13.6.2014 weder ein Widerrufsrecht vorhalten noch positiv belehren und auch nicht mitteilen, dass ein solches Gestaltungsrecht nicht besteht. Pauschalreise ist nach § 651 a BGB definiert als ein Angebot, das mindestens zwei (2) Dienstleistungen fest verbindet, also z. B. Busfahrt und Hotelbuchung zusammen angeboten werden.

Reiseveranstalter, die im Internet lediglich eine (1) Beförderungskomponente als Dienstleistung anbieten, z. B ...

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