Finanzgericht Köln: Sämtliche Kosten des Scheidungsverfahrens sind als außergewöhnliche Belastungen steuerlich zu berücksichtigen

von Rainer Bosch

Finanzgericht Köln: Sämtliche Kosten des Scheidungsverfahrens sind als außergewöhnliche Belastungen steuerlich zu berücksichtigen Die Entscheidung betrifft aber nur die Zeit bis einschließlich 2012

Mit Urteil vom 18. Dezember 2014 - 6 K 1090/12 - hat jetzt auch das Finanzgericht Köln festgestellt, Gerichts- und Anwaltskosten des Ehescheidungsverfahrens könnten steuerlich als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Zu bedenken ist dabei allerdings, dass die Entscheidung Kosten betraf, die im Jahr 2011 entstanden waren, also vor der im Jahr 2013 erfolgten einschränkenden Neuregelung des § 33 Abs. 2 Satz 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Zuvor hatten mit gleichem Ergebnis sogar für die Zeit nach dieser Neuregelung bereits die Finanzgerichte Rheinland-Pfalz mit Urteil vom 16. Oktober 2014 - 4 K 1976/14 - und Münster mit Urteil vom 21.11.2014 - 4 K 1829/14 E - entschieden (siehe unsere Mitteilungen vom 02. November und 11. Dezember 2014).

Die Finanzgerichte Rheinland-Pfalz und Münster hatten allerdings nur die Kosten des gerichtlichen Scheidungsverfahrens (Ehescheidung und Versorgungsausgleich) als außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 Abs. 2 Satz EStG (in der jetzt gültigen Fassung) angesehen, die Kosten der Scheidungsfolgenregelung jedoch nicht. Das Finanzgericht Köln geht darüber hinaus: Auch die Kosten der Scheidungsfolgenregelung müssten als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK