Chip-Implantate bei Arbeitnehmern – Fiktion oder Realität?

von Jennifer Jähn

Sobald jemand von „eingepflanzten Mikrochips“ beim Menschen spricht, auf denen bestimmte Informationen gespeichert sind, denkt wahrscheinlich jeder an einen Science-Fiction-Film. „Mission Impossible“, „Face Off“ oder „Terminator 4“ sind nur einige Filmklassiker, in denen diese Technik in irgendeiner Art und Weise eine Rolle spielt, sei es nun als Chip-Implantat im Gehirn eines Menschen oder in Form eines Stimmenimitators. Dank der ideenreichen Drehbücher hat der Zuschauer die Möglichkeit, temporär in eine irreale, oft stark futuristisch geprägte Welt abzutauchen. Doch was wäre eigentlich, wenn das Gezeigte nicht länger ausschließlich die Phantasie von Drehbuchautoren ist?

Bei der Suche nach einer passenden Antwort richtet sich der Blick momentan nach Schweden. Nachdem es 2008 schon erste Schlagzeilen aus Barcelona gab, wo sich Discothekenbesucher einen Chip als Zahlungsmittel einspritzen lassen konnten, widmet sich der in Schweden ansässige Verein BioNyfiken mit Herr Hannes Sjoblad als Vorsitzenden aktuell ganz und gar der Thematik „Verschmelzung von Technik und Körper“ und treibt in diesem Zusammenhang gezielt den alltäglichen Einsatz von implantierten Chips beim Menschen voran. Was sich bei Haustieren schon entsprechend etabliert hat, wobei auf den im Ohr eingepflanzten Chips lediglich die Identitätsnummer des Tieres sowie Angaben zum Besitzer und zu Behandlungsdaten befinden, muss seine Alltagstauglichkeit beim Menschen aber erst noch beweisen.

Derzeitiger Einsatz von Chip-Implantaten

Zurzeit sollen insgesamt bereits 300 schwedische Arbeitnehmer mit einem Chip ausgestattet sein. Dabei wird dieser sogenannte RFID-Chip zwischen Daumen und Zeigefinder per Spitze implantiert und hat die Größe eines Reiskorns. Ausgerüstet ist der darin enthaltende Mikrochip mit Nahfeldkommunikation. Das heißt, sobald die mit dem RFID-Chip versehene Person bzw ...

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