StMJ: Bayern und Baden-Württemberg veranstalten gemeinsame Fachtagung zum Umgang mit Islamisten im Justizvollzug

2. März 2015

Bausback: “Bekämpfung des islamistischen Extremismus im Justizvollzug gemeinsam angehen!” / Baden-Württembergs Ministerialdirektorin Gallner: “Drahtseilakt für den Justizvollzug”

Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback und die Ministerialdirektorin des baden-württembergischen Justizministeriums Inken Gallner haben heute in München zu einer gemeinsamen Fachtagung zum Umgang mit Salafisten/Islamisten im Justizvollzug geladen.

Bausback bei diesem Anlass: “Dass Islamisten gezielt versuchen, im Justizvollzug potentielle Kandidaten für den Dschihad anzuwerben, ist kein neues Phänomen. Bayern tut bereits viel, um Radikalisierungsversuchen im Vollzug bestmöglich zu begegnen. Aber das Thema ist zu ernst, um sich zurück zu lehnen. Wir müssen uns austauschen, voneinander lernen, zusammenarbeiten – über Behördenstrukturen und Ländergrenzen hinweg. Deshalb habe ich bereits im Herbst letzten Jahres die Weichen für diese gemeinsame Fachtagung mit Baden-Württemberg gestellt. Unverzichtbar ist hier insbesondere der Blick über den ‘Tellerrand’ – deswegen ist es so wertvoll, dass sich heute nicht nur Fachleute des Justizvollzugs aus zwei Bundesländern treffen, sondern auch Vertreter des Generalbundesanwalts, des Landeskriminalamts sowie des Landesamts für Verfassungsschutz. Denn nur gemeinsam können wir uns möglichst effektiv den neuen Herausforderungen stellen.”

Bausback betont, dass die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus nicht nur die Sicherheits- und Ermittlungsbehörden angehe, sondern vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei.

“Mit Blick auf die sogenannten Syrienheimkehrer und das Phänomen der Salafisten sind die Justizvollzugsanstalten allerdings in besonderer Weise betroffen. Denn in der Haft treffen ideologisierte Dschihadisten häufiger auf eine anfällige Klientel ...Zum vollständigen Artikel

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