Schmerzensgeld: Chiropraktische Tätigkeiten am Halswirbel lösten Schlaganfall aus

Oberlandesgericht Oldenburg Schmerzensgeld: Chiropraktische Tätigkeiten am Halswirbel lösten Schlaganfall aus Ein Reiki-Meister hat chiropraktische Tätigkeiten durchgeführt und die Halswirbel seines Patienten "eingerenkt". Durch die ruckartigen Bewegungen wurden Schlaganfälle ausgelöst. Der Patient wird dauerhaft an den Folgen leiden und verlangt Schmerzensgeld. Der Sachverhalt

Der Kläger litt im Mai 2008 unter anderem an einem Kribbeln in der rechten Körperhälfte und unter Kopfschmerzen. Er suchte mit diesen Symptomen zunächst ein Krankenhaus auf und wurde von dort an einen Neurologen verwiesen. Als danach noch starke Rückenschmerzen hinzutraten, ging er zum beklagten Reiki-Meister, der auch als Chiropraktiker tätig war.

Halswirbel ausgeknackst

Das Landgericht stellte nach Durchführung einer Beweisaufnahme fest, dass der Beklagte bei der Behandlung den Kopf des Klägers ruckartig einmal nach links und einmal nach rechts bewegte und dabei insgesamt fünf Schlaganfälle seines Patienten ausgelöste. Dieser musste lange stationär behandelt werden, war für vier Jahre arbeitsunfähig erkrankt und wird dauerhaft unter den Folgen der Schlaganfälle leiden. Heute liegt ein Grad der Behinderung von 50 % vor.

Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg

Der Senat zeigte sich vom eingeholten Sachverständigengutachten überzeugt. Dieser hatte festgestellt, dass die Infarkte durch das Einrenken ausgelöst worden waren ...

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