Rezension Zivilrecht: Invetsmentgesetze

von Dr. Benjamin Krenberger


Baur / Tappen (Hrsg.), Investmentgesetze, Band 1 und 2, 3. Auflage 2015, DeGruyter


Von David Eckner, LL.M. (King’s College London), Düsseldorf



Dieser Tage begibt man sich beim Blick auf die europäische Kapitalmarktgesetzgebung gerne in die Terminologie von mutigen Seeleuten und Wetterforschern: infolge des „Regulierungs-Tsunamis“, namentlich die Richtlinie 2011/61/EU vom 8. Juni 2011 über die Verwalter alternativer Investmentfonds oder kurz „AIFMD“, schaukelte der „Gesetzgebungs-Tanker“ mit deutscher Beflaggung auf einen riesigen, ausnahmsweise selbst erschaffenen Eisberg zu und prallte mit voller Wucht dagegen; die Umsetzungskatastrophe namens „Kapitalanlagegesetzbuch“ oder kurz „KAGB“ schlug und schlägt zahlreiche weitere Wellen, die zu einer seltenen „Praxis- und Wissenschaftsflut“ führte. Von schnellen und ruckartigen Wellenstößen (Stichwort: Weitnauer/Boxberger/Anders, Kapitalanlagegesetzbuch, 2014, C.H. Beck sowie Patzner/Döser/Kempf, Investmentrecht, 2. Auflage 2014, Nomos) ist ruhiges Fahrwasser weit entfernt. Vielmehr liegt ein weiterer, neuer und zwar kräftiger Wellenstoß dieser Flut vor und dies als Gegenstand dieser Rezension.


Mit frischer Brise zum Jahresstart 2015 erschien im DeGruyter Verlag eine Neuauflage des Klassikers, der schon und immer noch – etwa aus rechtshistorischen Gründen – zum Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften in den 1970er Jahren auf den Schreibtischen der Industrie zu finden war: Investmentgesetze, in dritter Auflage und in gegenwärtig (noch) zwei Bänden, von den Herausgebern Dr. Jürgen Bauraus Köln und Prof. Dr. Falko Tappenaus Frankfurt am Main. Der erste Band deckt die Kommentierungen zu den §§ 1 bis 272 KAGB ab, während der zweite Band die §§ 273 bis 355 KAGB bedient sowie eine Kommentierung und nicht bloß systematische Darstellung des InvStG leistet ...

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