Möchtegern-Models und ihre Klagen über schönen Schein und unerfreuliche Wirkungen des gelben Scheins

von Liz Collet

Erst vor wenigen Tagen haben wir in diesem Beitrag gelernt, dass Mitarbeiter nicht unter Generalverdacht von Arbeitgebern gestellt und detektisch überwacht und während AU-Zeiten gefilmt werden dürfen, ohne dass dies ggf. datenschutzrechtlich rechtswidrig und zudem mit Schadensersatzforderungen eines überwachten und zu Unrecht verdächtigten Mitarbeiters führen kann.

Vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit hingegen ist auch kein Kavaliersdelikt und kann neben dem Verlust des Arbeitsplatzes auch weitere rechtliche Folgen nach sich ziehen. Was in genannter Entscheidung auch nicht unerwähnt blieb.

Ein durchaus nicht uninteressanter Aspekt ist dabei dann im Einzelfall neben dem, was in der AU-Bescheinigung vom Arzt bestätigt wurde und welche rechtlichen Konsequenzen es in Einzelfällen auch für Ärzte haben kann, wenn diese etwas zu freizeitförderlich ohne tatsächliche Erkrankung des “Patienten” und Arbeitnehmers mit dem Ausstellen der gelben Zettel umgehen.

Was in einer AU-Bescheinigung einer jungen Dame stand, die - wie der Betriebsrats-Blog berichtet – nicht etwa durch die Kamera des Detektivs eines Münsteraner oder anderen Falls, sondern durch die Kamera eines Fernsehsenders gelaufen ist, während sie angeblich krank war, wäre daher nicht gänzlich uninteressant. Blöd gelaufen ist es aber erst mal für die junge Dame, der ihr Arbeitsplatz offenbar weniger wert scheint, als die mehr als fragwürdige winzige Chance einer bestensfalls temporären Chance auf ein “Ich habe heute (k)ein Bild für Dich”-Ritual von Heidi, das nicht nur in der Zeitung gleichen Namens für vermeintlichen Ruhm sorgt.

Mit Ruhm allemal nicht bekleckert muss man diverse soft skills einer solchen Kandidatin ansehen, die bei Abwägung der eigenen und der Interessen und Intelligenz des Arbeitgebers ihre Entscheidungen nach solch ungewissen Chancen auf zweifelhafte Z-Prominenz ausrichtet ...

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