Liebes Handelsblatt, selten habe ich einen so schlecht recherchierten Artikel gelesen

Liebes Handelsblatt, selten habe ich einen so schlecht recherchierten Artikel gelesen

und der stand auch noch unter "Redaktionsempfehlungen". 1. Bei der Trennung von zwei Ehepartnern/ eingetragenen Lebenspartnern ist die Scheidung selbst das geringste Problem. Seit der Eherechtsreform von 1977 gilt nämlich das Zerrüttungsprinzip, welches das "Schuldprinzip" angelöst hat. Scheidungsvoraussetzung ist (neben einer wirksam geschlossenen Ehe) nämlich nur noch das Scheitern der Ehe, welches bei einer Trennungszeit von einem Jahr vermutet wird. Rechtfertigungen, wer wieso weshalb die Ehescheidung beantragt, sind im Verfahren völlig unnötig. 2. Die Dauer des Verfahrens richtet sich danach, welche Streitfragen zu klären sind. Bei einer Ehezeit über 3 Jahren ist regelmäßig der Versorgungsausgleich durchuführen, also die Aufteilung der während der Ehe erworbenen Altersanwartschaften. Das Ermitteln dieser Anwartschaften und die einzuholenden Auskünfte sind in der Regel der Grund für ein länger andauerndes Verfahren. Ohne den Versorgungsausgleich ist jeder Anwalt (online oder offline) dazu in der Lage ein kurzes Verfahren zu ermöglichen (wenn auch das Familiengericht mitspielt). 3. Anonymität darf in einer Anwaltskanzlei eigentlich gar nicht vorkommen ...

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