Betrunken auf dem Fahrrad

Wer betrunken am Straßenverkehr teilnimmt gefährdet sich und andere. Nun war die Alkoholgrenze für Fahrradfahrer auf dem 53. Verkehrsgerichtstag in Goslar (Niedersachsen) ein zentrales Thema. Werfen wir im Folgenden einen Blick auf die bestehenden Regelungen und vergleichen diese für Auto- und Fahrradfahrer.

Betrunken im Auto unterwegs
Zunächst sei angemerkt, dass die Grenzwerte bezüglich der Blutalkoholkonzentration nicht vom Gesetzgeber festgelegt wurden, sondern durch die Rechtsprechung.

Bei Begehung einer Ordnungswidrigkeit nach § 24 a StVG drohen dem Fahrer eines Kraftfahrzeuges mit einem Blutalkoholwert (BAK) zwischen 0,5 und 1,09 Promille bei Nichtvorliegen von Fahrunsicherheiten eine Geldbuße von bis zu 3.000 Euro, bis zu 3 Monate Fahrverbot und zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg und im Wiederholungsfall sogar die Anordnung einer MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung).1

Für Fahranfänger und Personen, die ihr 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, besteht absolutes Alkoholverbot gem. § 24 c StVG. Ein Verstoß kann gem. § 24 c III StVG mit einer Geldbuße geahndet werden. Darüber hinaus bekommt der Fahranfänger einen Punkt im Fahreignungsregister und wird bei Ahndung der Tat zu einem Aufbauseminar beordert und die Probezeit von 2 auf 4 Jahre verlängert (vgl. § 2 a II und III StVG).

Treten bei einer Alkoholkonzentration von 0,3 bis 1,09 Promille alkoholbedingte Fahrunsicherheiten auf, liegt eine relative Fahruntüchtigkeit gem. §§ 315 c, 316 StGB vor. Ab 1,1 Promille wird dagegen von einer absoluten Fahruntüchtigkeit ausgegangen, unabhängig von äußeren Anzeichen der Fahruntüchtigkeit.

Der Verstoß gegen §§ 315 c, 316 StGB ist eine Straftat, sodass der Täter mit härteren Rechtsfolgen zu rechnen hat ...

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