Arbeitsunfall eines Jagdpächters?

Der 3. Senat des Hessischen Landessozialgerichts hat mit Urteil vom 25. März 2014 entschieden (Az.: L 3 U 128/11), dass es als privates Vergnügen gilt, das nicht unter dem Schutz der Unfallversicherung steht, wenn ein Jagdpächterden Veranstalter einer Gesellschaftsjagd unterstützt, indem er die Schützen an die Stände anstellt. Das ist auch dann der Fall, wenn er nach beendeter Jagd ein verletztes Wild verfolgt, um es zu erlegen und dabei verunglückt.

Mit seiner Entscheidung hat das Hessische Landessozialgericht das Urteil des Sozialgerichts Kassel vom 24. März 2011 bestätigt. Dabei ging es um einen Jagdpächter, der einen Sturz, der zu einer Knöchelverletzung führte, als Arbeitsunfall anerkannt haben wollte. Als Jagdpächter und Inhaber eines Jagdscheins nahm der Kläger an einer Gesellschaftsjagd mit hundert Schützen teil. Die Jagd wurde von dem Pächter eines Jagdreviers durchgeführt. Dabei erklärte er sich dazu bereit, als „Ansteller“ zu fungieren, d.h. die Schützen an ihre Stände zu führen, sie einzuweisen, am Ende der Jagd wieder abzuholen und nachzufragen, was sie geschossen haben.

Der Kläger durfte auch selbst im Revier schießen, machte aber nach seiner Aussage keinen Gebrauch davon. Als die Jagd zu Ende war, sah er, wie ein angeschossenes Wildschwein davonlief. Als er es zusammen mit einem anderen Schützen erlegen wollte, trat er so unglücklich in eine Bodenvertiefung, dass er sich einen Knöchelbruch zuzog ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK