Unerlaubte Werbeanrufe

von Melanie Grimm

Wer kennt sie nicht, die unerlaubten Werbeanrufe. Es ist keine Frage des Alters, ob man von ihnen gestört wird. Aber durchaus, wie man damit umgeht und welche Konsequenzen die Anrufe haben.

Neben dem verbotenen Cold Calling (Anrufe ohne das ausdrückliche Einverständnis des Angerufenen) haben vor allem betrügerische Werbeanrufe (Phishing = Abfrage sensibler Daten) Hochkonjunktur. Der durch Phishing entstanden Schaden (telefonisch, per Mail, am Geldautomat usw.) wurde für 2011 mit 26 Millionen EUR beziffert! Hinter Phishing steckt organisierte Kriminalität, und die Täter werden immer raffinierter.

Auf der Internetseite der Polizei-Beratung werden einige Ratschläge (nachfolgend hervorgehoben dargestellt) gegeben, wie man sich verhalten soll, wenn ein unerlaubter Werbeanruf eingeht. Mich hat interessiert, wie praktikabel diese Tipps sind, vor allem für ältere Menschen.

Tipp 1: Lassen Sie sich nicht auf lästige Werbeanrufe ein. Legen Sie einfach den Hörer auf!

Praktisch und effektiv. Der Gebrauch einer Trillerpfeife soll sich als abschreckend erwiesen haben …

Senioren – vor allem im höheren Alter – reagieren in so einem Fall häufig zurückhaltender. Sie sind unter Umständen nicht nur einsam und freuen sich über einen Anruf – egal von wem -, oft sind sie dem Zeitgeist ihrer Jugend entsprechend zu Höflichkeit erzogen worden, die es ihnen fast unmöglich macht, sich gegen den Anruf zur Wehr zu setzen. Das Auflegen des Telefonhörers wird zur Hürde, ebenso ein deutliches “Nein”. Hiervon profitieren die Werbeanrufer.

Tipp 2: Erhalten Sie unerlaubte Werbeanrufe, notieren Sie sich Datum, Uhrzeit und Grund des Anrufs sowie Namen, Unternehmen und Rufnummer des Anrufers. Wenden Sie sich mit diesen Informationen an Ihre örtliche Verbraucherzentrale

Im Fall eines echten Cold Calls – über den eine Beschwerde direkt an die Bundesnetzagentur möglich ist – kann das für die anrufende Firma teuer werden ...

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