Ermittlungsverfahren gegen ehemalige SS-Aufseherin

von Alexandra Braun

Mit der Aufklärung eines möglichen NS-Verbrechens beschäftigt sich momentan die Hamburger Staatsanwaltschaft. Eine 93-jährige Frau wurde von einer Nachbarin “verraten”, sie soll an den Todesmärschen beteiligt gewesen sein. Die Welt berichtet über die Renterin.

“Jetzt, am Ende ihres Lebens, interessiert sich die Hamburger Staatsanwaltschaft für ihr Vorleben als KZ-Aufseherin. Nachdem der Lüneburger Hans-Jürgen Brennecke eine Strafanzeige gestellt hatte, in der auf ihre mögliche Teilnahme an einem Todesmarsch hinwies, eröffnete die zuständige Abteilung 73 (NS-Verbrechen) ein Ermittlungsverfahren gegen die Rentnerin. Auch die Ermittler dürften kaum auf eine Kooperation Michnias hoffen. Im Interview gab sie an, weder von Leichen noch von sonstigen Gräueltaten irgendetwas mitbekommen zu haben. “Ich habe nichts gemacht”, sagte sie dieser Zeitung.

Die Ermittler müssen nun versuchen, Michnias Weg in die SS und ihren Werdegang dort zu rekonstruieren. Die “Welt am Sonntag” konnte Einsicht nehmen in persönliche Aufzeichnungen der Beschuldigten, Gerichtsunterlagen aus dem Belsen-Prozess und wissenschaftliche Studien zu den Todesmärschen ...

Zum vollständigen Artikel

  • Die Akte der Nazi-Aufseherin Hilde Michnia

    welt.de - 88 Leser, 19 Tweets - Eine 93-jährige Nazi-Aufseherin wird angeklagt, verraten hat sie eine Nachbarin. Von Einsicht oder Reue ist nichts zu merken. Wie die Hamburger Staatsanwaltschaft ein NS-Verbrechen aufklären will.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK