Berauschende Berufsfreiheit: Ärztliche Selbstbedienung im Ruhestand auf Rezept

von Liz Collet

Ärzte haben es etwas leichter, wenn sie Arzneimittel benötigen. Sie können sie sich buchstäblich selbst verordnen.

Sogar ohne Rezeptblock (zumal Rezepte formlos möglich sind, sofern sie die gesetzlichen Pflichtangaben enthalten), Arztausweis genügt da schon.

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Die Arzneimittelverschreibungsverordnung regelt, welche Arzneimittel von Apotheken nur auf Vorlage eines durch einen Arzt, Tierarzt oder Zahnarzt ausgestellten Rezeptes abgegeben werden dürfen. Weiterhin legt sie die notwendigen auf dem Rezept aufzubringenden Angaben fest.

Für Ärzte, Tierärzte und Zahnärzte genügt dabei allerdings auch die Vorlage des Arztausweises.

Auch für den Eigenbedarf einer verschreibenden Person bedarf das Rezept keiner schriftlichen Form, wenn sich derjenige in einer Apotheke als Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt durch seinen Arztausweis und den Personalausweis legitimiert oder bereits als solcher persönlich bekannt ist.

Mit der Verordnung zur Neuordnung der Verschreibungspflicht von Arzneimitteln vom 21. Dezember 2005 war diese Möglichkeit für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte vorübergehend gestrichen worden. Wegen der Hürden praktischer Umsetzung, erfolgte schon ein halbes Jahr später die erneute Änderung und mit Wirkung zum 1. Juli 2006 wurde dieses Privileg wieder in Kraft gesetzt.

Es ist daher für Ärzte seither wieder möglich, für den Eigenbedarf entweder Rezepte auszustellen oder sie gegen Vorlage des Arztausweises zu erhalten.

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