Strafprozessuales Rätsel – Die Auflösung

von Carl Christian Müller

Hier nun die “Auflösung” zum gestrigen Beitrag. Vorausschicken darf ich eine Übersicht über den Verfahrensablauf, die das Insistieren des Gerichts auf eine Verhandlung ohne den Angeklagten verständlich machen könnte.

  • Die Anklageschriften datieren aus Oktober und Dezember 2012.
  • die Hauptverhandlung wurde erstmals anberaumt auf den 11.06.2013.
  • Aus dienstlichen Gründen wurde der Termin auf den 20.08.2013 verlegt.
  • Wegen meines bei Eingang der Ladung bereits geplanten Urlaubs wurde der Termin auf den 17.09.2013 verlegt.
  • Aus dienstlichen Gründen wurde dieser Termin wiederum auf den 05.11.2013 verlegt.
  • Wegen Erkrankung eines der seinerzeit drei Angeklagten wurde der Termin auf den 03.02.2014 verlegt.
  • Am 03.02.2014 wurde tatsächlich verhandelt! Zeugen blieben indes teilweise aus, so daß der 10.02.2014 als Fortsetzungstermin vereinbart wurde.
  • Auch am 10.02.2014 wurde verhandelt. Erneut ließ sich kein Abschluß erzielen, so daß der 24.02. und 04.03. als Fortsetzungstermine vereinbart wurden.
  • Der Verteidiger eines der anderen Angeklagten teilte überraschend mit, am 04.03. nun doch verhindert zu sein. Das Gericht verlegte den Termin daher auf den 03.03.2014; der 24.02.2014 sollte entfallen.
  • Am 03.03.2014 war dann leider der Richter erkrankt. Die ganze Verhandlung mußte von vorne beginnen.
  • Für den zweiten Anlauf wurden Termine auf den 17.06., und 23.06.2014 angesetzt.
  • Wegen Erkrankung meines Mandanten konnte gegen diesen nicht verhandelt werden. Das ihn betreffende Verfahren wurde abgetrennt und sollte nun am 19.01.2015 verhandelt werden.
  • Dieser Termin wurde auf den 20.01.2015 verlegt, da ich am 19.01. bereits einen Termin vor einer Großen Strafkammer wahrzunehmen hatte.
  • Aus dienstlichen Gründen wurde der Termin auf den 03.02. verlegt.
  • Am 03.02 ...
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