Windenergie in Bürgerhand: Von der Idee zum Geschäftsmodell

von Dr. Peter Nagel

(EnergieAgentur.NRW) - Die Errichtung eines Bürgerwindparks von der Planung bis zu Netzeinspeisung ist ein großes Gemeinschaftsprojekt. Es bedeutet nicht nur, finanzielle Mittel zu erschließen und hohe Anfangsinvestitionen zu stemmen. Es erfordert auch Fachwissen, Ausdauer und eine gute Vernetzung aller beteiligten Akteure. Wie gelingt es, ein solches Vorhaben auf den Weg zu bringen? Welche Strategien sorgen für den nötigen Rückenwind? Dies ist der erste Teil unserer Serie über den Weg zum Bürgerwindpark.


Am Anfang stand eine Idee: „Wir wollen den Wandel von einem Energiesystem basierend auf fossilen und nuklearen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien tatkräftig durch eigene Aktivitäten unterstützen“, erinnert sich Stefanie Usbeck, die der Energiegenossenschaft Windfang eG vorsteht, an die Gründungsjahre. „Als erste Frauenenergiegemeinschaft in Deutschland setzen wir uns seit 1992 aktiv für eine Energiewende ein. Damals waren wir vielleicht gerade mal zwei Handvoll interessierter Frauen. Anlass war das Konkrete: Wir wollten einen potenziell geeigneten Standort pachten, um dort eine Windenergieanlage zu errichten.“ Die Windfang-Frauen sind Energiebürgerinnen der ersten Stunde. Heute finanzieren und betreiben über 200 Genossinnen zehn Windenergieanlagen und eine Photovoltaikanlage mit einer durchschnittlichen Stromproduktion von 5,3 Millionen Kilowattstunden im Jahr. „Damit decken wir den durchschnittlichen Strombedarf von 1 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK