LG Hamburg: Ungewollte Einblendung von Preisvergleichen muss Online-Shop nicht hinnehmen

Ein Online-Shop muss es nicht hinnehmen, dass auf seiner Webseite ungewollt Einblendungen von Preisvergleichen durch den Anbieter einer Antiviren-Software erfolgen (LG Hamburg, Urt. v. 28.01.2015 - Az.: 416 HKO 163/14).

Die Antragstellerin unterhält einen bekannten Online-Shop.

Die Antragsgegnerin vertreibt eine kostenlose Antiviren-Software. Teil dieser Software ist auch ein optionaler Bestandteil, der es ermöglicht, jedes Produkt eines Online-Shops mit anderen Produkten möglicher Alternativanbieter von anderen Internet-Shops zu vergleichen, ohne dass dafür die betrachtete Webseite verlassen werden muss.

Die Software übersendet hierfür die Produkt-Daten von der besuchten Artikeldetailseite des Online-Shops an die Antragsgegnerin und erhält entsprechende Vergleichsdaten zurück. Das Tool blendet dann - ohne weiteres Zutun - im oberen Bereich des Browser-Fensters über ein Browser-Add-On die Informationen ein, ob es günstigere Angebote gibt. Klickt der User auf eine der angezeigten Inhalte, wird er direkt auf den Online-Shop des jeweiligen Mitbewerbers geführt.

Die Antragsgegnerin erhält für die Vermittlung eine entsprechende Provision (Cost-per-Click) ...

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