Der BVSK betätigt sich weiterhin als “Totengräber” für den Berufsstand der freien und unabhängigen Kfz-Sachverständigen und schreibt seinen Mitgliedern nun vor, dass die Abrechnung der Nebenkosten auf Grundlage des JVEG zu erfolgen hat?

von Hans Dampf

Über den BVSK gab es in der langjährigen Geschichte von Captain HUK ja schon einiges zu berichten. Dass sich der BVSK nicht unbedingt als “Freund” der freien und unabhängigen Kfz-Sachverständigen versteht, ist sicher auch dem Dümmsten nicht verborgen geblieben? Ein Grund dafür könnte möglicherweise sein, dass ein erheblicher Anteil der im BVSK organisierten Sachverständigen im Auftrag der Versicherer tätig sind.

In der Vergangenheit gab es z.B. ein “Abkommen” des BVSK mit der HUK Coburg Versicherung in Gestalt des sog. “Gesprächsergebnisses” in mehrfacher (langjähriger) Auflage, das den freien Sachverständigen jede Menge Schwierigkeiten bei der Durchsetzung korrekt fakturierter Sachverständigenkosten bereitete. Jahrelange Gerichtsprozesse mit der HUK Coburg waren die Folge diese “Gesprächsergebnisses”, sofern sich der Sachverständige nicht nach den “Vorgaben” der HUK richtete.

Nachdem aufgrund von Ermittlungen des Kartellamtes dieses “Gesprächsergebnis” seitens des BVSK zurückgezogen werden musste, “entwickelte” die HUK ein sog. “Honorartableau” auf Grundlage der BVSK-Honorarbefragung, was nichts anderes war, als das “Gesprächsergebnis” im neuen Outfit. Im Angesicht des warnenden Zeigefingers durch das Bundeskartellamt konnte der BVSK hier jedoch nicht mehr weiter intervenieren.

Bei der BVSK-Honorarbefragung 2013 wurde dann – ohne jede Not – beiläufig durch den Geschäftsführer des BVSK erwähnt, dass in den Nebenkosten der Sachverständigen “Gewinnanteile” enthalten seien. Aus welcher Glaskugel der Geschäftsführer des BVSK diese Erkenntnis gewonnen hatte, blieb bis heute sein Geheimnis. Selbstverständlich hatten sich die Versicherer nebst ihren Anwälten sofort gierig und dankbar auf diese Steilvorlage des BVSK gestürzt, so dass auch einige Gerichte auf diesen Zug aufgesprungen sind und rechtswidrige Kürzungen der Sachverständigennebenkosten im Schadensersatzprozess – entgegen der BGH-Rechtsprechung – vorgenommen wurden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK