Steuerrechtliche Behandlung der Preisgelder

Bei der Betreuung neu gegründeter GmbHs wurde ich zuletzt mehrmals mit der Frage konfrontiert, wie Preisgelder im Rahmen von Gründerwettbewerben steuerrechtlich zu behandeln sind, insbesondere im Rahmen der Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer.

Zunächst ist hinsichtlich der steuerrechtlichen Behandlung der Preisgelder zwischen der

ertragsteuerlichen (ESt, KSt, GewSt) und der umsatzsteuerrechtlichen

Behandlung zu unterscheiden, wobei es sowohl steuerpflichtige als auch steuerfreie Preisgelder gibt.

Einkommensteuerrechtliche Behandlung der Preisgelder

Die Oberfinanzdirektion Frankfurt hat in einer Verfügung vom 14.05.2014 die bisherige Linie des Bundesfinanzministeriums (BMF-Schreiben vom 5.9.1996, BStBl I S. 1150, unter Berücksichtigung der Änderung durch BMF-Schreiben vom 23.12.2002, BStBl 2003 I S. 76) erneut bestätigt, wonach Preisgelder im Rahmen der Einkommen-, Körperschaft- und ggf. Gewerbesteuer steuerpflichtig sind, wenn sie insbesondere in einem untrennbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit einer der folgenden Einkunftsarten stehen, z.B. das Preisgeld für einen Architekten bei Teilnahme an einem Architektenwettbewerb oder der Gründerpreis bei Teilnahme eines Existenzgründers oder GmbH an einem Gründerwettbewerb:

Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder Einkünfte aus selbständiger Arbeit.

Dies ist dann der Fall, wenn

das Preisgeld wirtschaftlich den Charakter eines leistungsbezogenen Entgelts hat und sowohl Ziel als auch Folge der ausgeübten Tätigkeit ist ...Zum vollständigen Artikel

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