Schadentracking in der Rechtsschutzversicherung – Transparenz oder Augenwischerei?

von Axel Pabst
ARAG Tower Düsseldorf (Quelle: ARAG)

Stellen Sie sich vor, Sie wüssten künftig, in welchem Bearbeitungsstadium sich Ihr Schadensfall beim Rechtsschutzversicherer befindet. Die ARAG Rechtsschutzversicherung hat gestern eine Meldung veröffentlicht, wonach sie ein sogenanntes Schadentracking als Transparenzoffensive einführt. Damit hat sie ein Bedürfnis ihrer Kunden (und deren Rechtsanwälte) erkannt, aber leider noch nicht zufriedenstellend gelöst.

Ein Versicherungsfall durchläuft von der Schadenmeldung über die Bearbeitung, Prüfung, Rückfragen, Abrechnung bis zum Abschluss verschiedene Stadien. Tatsächlich ist es weder für den Kunden noch für dessen Rechtsanwalt stets nachvollziehbar, wo die Sache jetzt eigentlich hängt. Wenn man als Kunde auf diese Internetseite klickt, soll man vier Phasen der Schadenbearbeitung nachvollziehen können: „Schadenmeldung eingegangen“, „Vorgang wird geprüft/Wir haben noch Fragen“, „Vorgang wird bearbeitet“, „Vorgang abgeschlossen“. Eine tolle Idee, die den Kunden als Transparenzoffensive verkauft wird. Doch genau diese Bearbeitungsschritte kann ich meinen Mandantinnen und Mandanten auch ohne Schadentracking mitteilen: ich weiß, wann ich die Deckungsanfrage an den Versicherer geschickt habe und dass sie von dort noch nicht beantwortet wurde ...

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