Ich wohne, also bin ich Mieter

von Gerhard Ostfalk

Oder was bin ich? Nicht selten verursachen vermeintliche „Kleinigkeiten“ bei juristischer Betrachtung eines Lebenssachverhaltes unerwartet große Auswirkungen.

Die Sache schien klar: die Mandantin hatte eine Vielzahl von Mängeln zu beklagen, um die sich der Vermieter nicht kümmerte.

Detailliert schilderte sie eine Reihe von Mietmängeln, die Gegenstand ihrer bereits geführten Auseinandersetzungen mit dem Vermieter waren.

Der Schutz des sozialen Wohnraummietrechts wurde stillschweigend unterstellt und im Gespräch bereits erste Strategien entwickelt, wie die Mandantin gegenüber ihrem Vermieter vorgehen könne.

Dabei hatte die Mandantin der Vorlage des Mietvertrages keine besondere Bedeutung beigemessen und war insoweit ohne Unterlagen in der Kanzlei erschienen. Dies war möglicherweise auch dem Umstand geschuldet, dass sie kurzfristig einen Termin gewünscht hatte, aber in der Kürze der Zeit nicht alle Unterlagen zusammenstellen konnte.

Umso größer war unser beider Erstaunen, dass nicht sie, sondern eine von ihr als Geschäftsführerin geführte GmbH im Mietvertrag stand. Sie habe das damals aus steuerlichen oder anderweitigen Gründen so veranlasst.

Hier musste ich dann einhaken und darauf hinweisen, dass dann kein Wohnraummietrecht Anwendung finde, sondern gewerbliches Mietrecht und damit der gesamte soziale Kündigungsschutz ausgeschlossen sei ...

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