Forschung aktuell: DLR-Studie - Wie gelingt die Energiewende von unten?

von Dr. Peter Nagel

(DLR) - Was braucht eine Stadt, damit die Energiewende vor Ort gelingt? Die jeweils geeigneten Technologien ökologisch und ökonomisch gewinnbringend einzusetzen ist ein wichtiger Faktor. Ein weiteres, bisher oft vernachlässigtes Erfolgskriterium ist die Unterstützung der Bürger. Am Beispiel der Stadt Metzingen in Baden-Württemberg untersuchen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun im Zuge einer Studie zur lokalen Energiewende, welche Einstellungen und Verhaltensweisen die Bevölkerung zur nachhaltigen Umgestaltung ihrer Energieversorgung haben.


Vorzeigestadt für die lokale Energiewende


Die mehr als 20.000 Einwohner zählende Große Kreisstadt Metzingen steht in der Studie stellvertretend für Mittelzentren ähnlicher Größe und bringt gute Voraussetzungen mit: "In Metzingen gibt es bereits viele engagierte Bürger, die sich für erneuerbare Energien interessieren und in Form mehrerer Arbeitskreises aktiv sind. Gleichzeitig sind Stadtverwaltung und Gemeinderat bereit, neue Formen der Bürgerbeteiligung auszuprobieren", fasst Projektleiter Prof. Uwe Pfenning vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart die Ausgangslage zusammen. Eine wichtige unterstützende Rolle spielen auch die Stadtwerke als Energieversorger. Der Eigenbetrieb der Stadt Metzingen hat bereits erste Schritte unternommen – vom eigenen Pumpspeicherkraftwerk über ein Förderprogramm für Photovoltaikanlagen bis hin zu Schnelladestationen für Elektrofahrzeuge und Carsharing-Angebote.


Der Weg zum "technikmündigen" Bürger


Ziel des Projekts ist es, die Einwohner von Metzingen über das vielschichtige Thema Energiewende im lokalen Bereich umfassend und bedarfsgerecht zu informieren und sie so zum Mitentscheiden und Mitgestalten zu aktivieren.


Im ersten Schritt werden die DLR-Forscher dazu gemeinsam mit der Stadt eine Informationskampagne entwickeln ...

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