Bühnenverein fordert anlässlich des Rechtsstreits um „Baal” eine Reform des Urheberrechts

von Johannes Flötotto

Anlässlich des Rechtstreits zwischen dem Suhrkamp Verlag und dem Residenztheater in München über die Aufführung des Brecht-Werks „Baal” hält der Deutsche Bühnenverein eine Reform des Urheberrechts für mehr als überfällig. „Seit Jahren weigert sich der Gesetzgeber, die für die Theater drängenden Fragen des geltenden Urheberrechts anzugehen. Das kann so nicht weitergehen”, äußerte Rolf Bolwin, der Direktor des Bühnenvereins, heute in Köln. Der Rechtsstreit zeige, wie sehr das Urheberrecht mittlerweile die Freiheit der Kunst behindert. Aus Sicht des Bühnenvereins entspricht ein in Stein gemeißeltes Urheberrecht der heutigen Aufführungspraxis in keiner Weise. Es sei unrealistisch, von einem Regisseur zu verlangen, auf Fremdtexte in der Inszenierung eines Stückes zu verzichten, um einen Urheber wie Brecht zu schützen, der fast 60 Jahre tot ist ...

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