Rezension Strafrecht: Beweisantragsrecht im Strafprozess

von Dr. Benjamin Krenberger

Junker, Beweisantragsrecht im Strafprozess, 2. Auflage, ZAP 2014


Von RAin Anika Rühl, Homburg



Nach der im Jahr 2007 erschienenen ersten Auflage des „Beweisantragrecht im Strafprozess“ hat der ZAP-Verlag nunmehr die Folgeauflage veröffentlicht. Nach dem Geleitwort, verfasst von Detlef Burhoff, soll auch die 2. Auflage insbesondere Praktikern eine Hilfestellung in deren alltäglicher Praxis im Rahmen der Strafverteidigung leisten. Im Strafprozess gilt bekanntermaßen der Amtsermittlungsgrundsatz, nichtsdestotrotz bietet gerade das Beweisantragsrecht der Verteidigung bzw. dem verteidigten Angeklagten die Möglichkeit, auf den Gang des Verfahrens bzw. die durchzuführenden Beweiserhebungen entscheidend Einfluss zu nehmen, weshalb es unabdingbar ist, gerade diesen Bereich der StPO zu beherrschen. Das Werk gibt sich hier tatsächlich alle Mühe, diesen Teil der strafprozessualen Beweisaufnahme, insbesondere aus Sicht der Verteidigung anschaulich darzustellen, wobei sich insbesondere - dies ist tatsächlich sehr positiv hervorzuheben – zahlreiche Formulierungsvorschläge finden.


Zunächst wird der Leser in die Grundlagen der Beweisaufnahme im Strafprozess eingeführt, insbesondere wird der Beweisantrag im Zusammenhang mit der gesetzlich geregelten gerichtlichen Beweiserhebungs- und Aufklärungspflicht erläutert. Es werden Unterschiede zwischen Streng- und Freibeweis erläutert, sowie eine kurze Einführung in den Begriff des Beweisantrages bzw. seinen gesetzlichen Ursprung vorgenommen. Für den Unterpunkt B wird dann detailliert auf die notwendigen formellen Anforderungen eines Beweisantrages eingegangen, wobei bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen wird, dass Beweisanträge selbstredend eine hohe Bedeutung für ein ggf. anstehendes Revisionsverfahren haben ...

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