Halali: Gwuidert werd’,……vogelwuid zuageht duad’s… {warum ich um manchen Wald lieber einen Bogen mache}

von Liz Collet

Es gibt hier jede Menge Jagdreviere für mich.

In denen ich liebend gern auf die Pirsch gehe.

Für mancherlei Jagdbeute.

Zu der neben der zu erbeutenden Erholung auch kulinarische Beute gehört.

Um eines der Jagdreviere aber mache ich einen Bogen, obwohl dieses Privatjagdrevier südlich von Murnau ein verlockendes Revier wäre. Ich lege aber Wert auf meine Gesundheit. Und keinen darauf, in die Schußlinie verfeindeter Brüder im Alter von 66 und 56 Jahren zu geraten, die sich dort seit Jahren Gefechte liefern, die sie nun schliesslich gerichtsmassig werden liessen und zum Termin beim Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen führten.

Von Wilderei und Anstiftung zu solcher ist die Rede. Der jüngere Bruder warf dem älteren vor, seinen Jagdgehilfen zur Wilderei angestiftet zu haben.

Eigentlich sind es drei Brüder, von denen die zwei miteinander verfeindet sind, denen aber allen dreien nunmal ein grösseres Privatjagdrevier südlich von Murnau gehört. Die drei teilten sich zivilrechtlich das Gebiet so auf, dass jeder ein Areal hat, in dem er exklusiv allein jagen darf, während der andere Bereich gemeinschaftlich bejagt wird. Der mit 66 Jahren älteste der Brüder wurde gemeinsam zum „Bevollmächtigten“ gegenüber der Jagdbehörde benannt.

Will jedoch einer der drei einen Jagdgast laden, müssen alle drei einverstanden sein.

Am 18. Oktober 2013 sei im benachbarten Jagdrevier eine große Drückjagd veranstaltet worden. Der älteste der drei Jagdbrüder war besorgt, Jagdhunde beziehungsweise Wild von nebenan könne angesichts des nachbarlichen Jagdgeschehens ins eigene Revier geraten.

Im Fall einer solchen Grenzverletzung ist Abschuss angesagt. Und so bezog er Ansitz. Dazu brachte er auch den 47-jährigen Gehilfen mit. Der besitzt zwar Jagd- und Waffenschein, jedoch eben für diesen Fall (als Jagdgast) keine Genehmigung aller drei Brüder.

Man sass. Auf dem Ansitz. Mit geladenem Gewehr neben sich ...

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  • Zoff im Jagdrevier

    merkur-online.de - 18 Leser - Murnau - Das Privatjagdrevier südlich von Murnau ist ein idyllisches Plätzchen. Dort draußen im Tann lieferten sich jedoch zwei seit Jahren intim verfeindete Brüder im Alter von 66 und 56 Jahren eine derart hinterfotzige Konfrontation, dass sich die Männer jetzt vor dem Amtsrichter in Garmisch-Partenkirchen trafen.

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