Auf dem richtigen Weg

von Johannes Arnhold

Der sog. “Platzsturm” von Mönchengladbach hat in dieser Woche die Gemüter erhitzt und zu zahlreichen Debatten rund um die Frage der Sicherheit in Fußballstadien geführt. Mal wieder kocht das Thema hoch und mal wieder wird eine breite Palette von möglichen Maßnahmen diskutiert.

Diese reichen von der Frage, ob es sich bei den Vorfällen “mehr um einen Windstoß denn einen ausgewachsenen Sturm gehandelt” habe (RA Matthias Duellberg) bis hin zur Forderung nach Einführung eines neuen Straftatbestands (Jan F. Orth) samt konkretem Vorschlag für die Formulierung (§ 123a StGB – Störung von Sportveranstaltungen). Irgendwo dazwischen liegen die etwas holprig daher kommenden Reaktionen von Hendrik Große-Lefert (DFB-Sicherheitsbeauftragter) und Andreas Rettig (Noch-Geschäftsführer DFL), die laut über das Verbot von Auswärtsfahrten bzw. die Einführung personalisierter Tickets nachdenken.

Klar ist: Die Szenen, die sich nach Spielende des Derbys in Mönchengladbach abgespielt haben sind komplett entbehrlich und schaden Liga, Verein und dem zahlenmäßig weit überlegenen friedvollen Teil der Anhängerschaft! Denn sie beruhen auf der Verletzung von Regeln und nutzen die Bühne Fußball-Bundesliga zur Provokation, Einschüchterung und Gewaltausübung. Soweit sind sich wohl alle Betrachter – bis auf die verschwindend kleine Zahl der Übeltäter selbst – einig.

Klar ist auch: Wenn von Handlungen wie denen in Mönchengladbach Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen bzw. durch die Handlungen vom Staat zu schützende Rechtsgüter verletzt werden, so sind diese nach staatlichem (Straf-)Recht zu sanktionieren. So werden sich diejenigen Unruhestifter, welche durch staatliche Ermittlungsbehörden identifiziert werden können strafrechtlich verantworten müssen ...

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