Verdeckte Gewinnausschüttung an nahestehende Person

von Udo Schwerd

Das Institut der verdeckten Gewinnausschüttung an eine nahestehende Person beruht auf der Grundsatzentscheidung des BFH vom 18.12.1996.
Der Begriff “Nahestehende Person” wird in der Praxis sehr weit verstanden und umfasst auch Angehörige gem. § 15 AO, d.h. alle

  • Familienangehörigen,
  • Ehegatten und
  • Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft oder eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Aber auch fast jede andere Beziehung eines Gesellschafters zu anderen Personen kann ein solches “Nahestehen” begründen, wie z.B. persönliche Freundschaften” oder andere familienrechtliche Beziehungen.

Die Rechtsprechung der Finanzgerichte im Falle der verdeckten Gewinnausschüttung an nahestehende Personen beruht auf der Annahme, dass die Zuwendung zu Lasten der GmbH dem (beherrschenden) Gesellschafter zufließt und von diesem dann an die nahestehende Person weitergeleitet wird. Bei der Zuwendung eines Vorteils an eine nahestehende Person geht die Rechtsprechung davon aus, dass schon der Beweis des ersten Anscheins für eine verdeckte Gewinnausschüttung an den Gesellschafter spricht. Der Beweis des ersten Anscheins kann zwar widerlegt werden, ist in der Praxis jedoch äußerst schwierig ...

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