Lucky Strike siegt gegen Dieter Bohlen und Ernst August von Hannover

von Clemens Pfitzer

Lucky Strike warb für seine Zigaretten in den Jahren 2003 und 2000 mit Anspielungen auf Dieter Bohlen und Ernst August Prinz von Hannover. Hiergegen wehrten sich die beiden, da sie nicht für die Werbung der Tabakindustrie herhalten wollten. Nun ist die wohl letzte Entscheidung in der Sache vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte entschieden worden.

Lucky Strike warb mit dem Vornamen von Dieter Bohlen und spielte auf dessen Buch “Hinter den Kulissen” aus dem Jahr 2003 an.

Die geschwärzten Wörter “lieber”, “einfach” und “super” waren eine Anspielung auf die Klagen Prominenter die zur Schwärzung von Passagen des Buches von Dieter Bohlen führten.

Ähnlich ging es zuvor im Jahre 2000 bereits Ernst August Prinz von Hannover. Mit dem Spruch “War das Ernst? Oder August?” wurde auf eine handgreifliche Auseinandersetzung des Adligen mit Reportern angespielt.

Beide wehrten sich durch die Instanzen gegen die Ausbeutung ihrer Person und ihres Namens durch die Tabakindustrie.

Beide scheiterten jedoch letztendlich vor dem Bundesgerichtshof. Der BGH beurteilte die Werbung als Auseinandersetzung in satirisch-Spöttischer Form mit in der Öffentlichkeit diskutierten Ereignissen für zulässig (Urteil vom 05.06.2008 – Az. I ZR 96/07 und Urteil vom 05.08.2008 – Az. I ZR 223/05) ...

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