Haftung in der GmbH & Co. KG

von Udo Schwerd

In diesem 3. Teil der Artikelreihe zur GmbH & Co. KG geht es um die Haftung der Gesellschafter und Geschäftsführer der Komplementär-GmbH sowie der Gesellschafter der KG.

1. Haftung der GmbH- Gesellschafter

Zu unterscheiden sind die unterschiedlichen Entwicklungsstufen der Komplementär- GmbH.

Die Gesellschafter einer Vor- GmbH haften im Innenverhältnis mittelbar unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der GmbH & Co. KG, vor der Eintragung der GmbH ins Handelsregister in Form der Verlustdeckungshaftung, danach in Form der Vorbelastungshaftung.

Die Gesellschafter der eingetragenen Komplementär- GmbH haften nach §§ 30, 31 GmbHG für Zahlungen, welche sie von der GmbH (ohne Rechtsgrund) erhalten und gleichzeitig das Stammkapital mindern.

2. Haftung der Gesellschafter der KG

Die Haftung der Gesellschafter einer KG ist auf die Vermögenseinlage beschränkt, § 161 Abs. 1 HGB, vorausgesetzt der Gesellschafter ist erst nach Eintragung der Kommanditistenstellung in das Handelsregister in die Gesellschaft eingetreten (§ 172 Abs. 1 HGB) und er hat seine Einlage vollständig erbracht und nicht zurückerhalten (§§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 4 HGB).

In bestimmten Mißbrauchsfällen können auch Kommanditisten ohne Beteiligung an der Komplementär- GmbH haften, wenn sie Zahlungen durch die KG erhalten, welche das Stammkapital der Komplementär- GmbH mindern, §§ 30, 31 GmbHG analog.

Gewähren die Kommanditisten der GmbH & Co. KG Darlehen an die Komplementär- GmbH oder an die KG, dürfen diese Darlehen in der Insolvenz der Gesellschaften erst dann zurückgezahlt werden, wenn alle anderen Gesellschaftsschulden beglichen sind, §§ 32a, b GmbHG ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK