Insolvenz “anmelden”…

von Oliver Gothe Syren

In vielen Fällen, in denen ich als Insolvenzanwalt aufgesucht werde, möchten die Betroffenen Verschuldeten oder Geschäftsführer einer überschuldeten/zahlungsunfähigen GmbH die “Insolvenz anmelden” und hierbei Unterstützung: Bei der Einleitung des Insolvenzverfahrens und zur Begleitung in der laufenden Insolvenz.

Insolvenz anmelden oder vermeiden (Gläubigervergleich)

Oft fällt mir auf, dass sich die Betreffenden bisher wenig Gedanken gemacht haben, was ein Insolvenzverfahren genau bedeutet, was man beachten muss und was das für die Gläubiger bedeutet. Oder andersherum gefragt: gibt es noch andere Wege, die Insolvenz zu vermeiden – ein außergerichtliches Verfahren zur Einigung mit den Gläubigern, also eine Schuldenbereinigung?

Vorprüfung: der richtige Weg = Schuldenbereinigungs-Plan oder Insolvenz

Hier kommt es auf die Vorgeschichte, die Schuldensituation, den aktuellen Status und das sich hieraus ergebende Insolvenz-Szenario an. Nach meiner Beobachtung in der Praxis kommt bei den allermeisten Privatinsolvenzverfahren kaum etwas für die Gläubiger heraus – die sog. Insolvenzquote beträgt statistisch bei Privatinsolvenzen/Verbraucherinsolvenzen 0-5%. Auch bei GmbH-Insolvenzverfahren ist die Quote sehr geringfügig – meistens unter 10%, oft wird das Insolvenzverfahren mangels Masse nicht eröffnet oder bleibt – nach der Entnahme der Vergütung des Insolvenzverwalters – nichts für die Insolvenzgläubiger übrig. Diese haben ihre Forderung längst abgeschrieben, melden sie zur Insolvenztabelle an und erhalten nach mehreren Jahren die Nachricht, dass keine oder nur eine geringe “Ausschüttung” erfolgt ...

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